Sanddorn
Wenn im Herbst die Tage kürzer werden, die Temperaturen sinken und die ersten Erkältungswellen einsetzen, wächst bei vielen Menschen das Bedürfnis nach natürlichen Lebensmitteln, die den Körper in dieser Jahreszeit unterstützen. Eine besondere heimische Frucht rückt dann in den Mittelpunkt: Sanddorn
Die leuchtend orangefarbenen Beeren gehören zu den charakteristischen Früchten des Herbstes. Sie sitzen dicht an den Zweigen des Sanddornstrauchs und werden je nach Sorte und Standort meist ab September bis in den Herbst hinein geerntet.
Sanddorn ist nicht nur wegen seiner intensiven Farbe und seines außergewöhnlichen, säuerlich-fruchtigen Geschmacks beliebt. Die kleinen Beeren enthalten eine Vielzahl wertvoller Pflanzenstoffe und sind insbesondere für ihren hohen natürlichen Vitamin-C-Gehalt bekannt.
Gerade im Herbst beginnt für unser Immunsystem eine herausfordernde Zeit. Kühle Temperaturen, weniger Sonnenlicht und die vermehrte Zeit in geschlossenen Räumen machen die kalte Jahreszeit für viele Menschen zur Erkältungssaison.
Sanddorn kann hier eine wertvolle Ergänzung der Ernährung sein. Seine Beeren enthalten von Natur aus Vitamin C in vergleichsweise hoher Konzentration. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und unterstützt den Körper außerdem dabei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Damit passt Sanddorn besonders gut in die herbstliche Ernährung – beispielsweise als Saft, Tee oder Bestandteil von Speisen.
Neben Vitamin C enthält Sanddorn weitere interessante Pflanzenstoffe. Dazu gehören unter anderem Carotinoide und weitere antioxidativ wirkende Inhaltsstoffe.
Antioxidantien helfen dem Körper, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Vitamin C trägt dabei nachweislich zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.
Auch für die Schleimhäute ist eine ausreichende Versorgung mit bestimmten Nährstoffen wichtig. Vitamin C trägt zur normalen Funktion des Immunsystems und zur normalen Kollagenbildung bei. Kollagen wiederum ist unter anderem für die normale Funktion von Haut und Schleimhäuten von Bedeutung.
Sanddorn kann damit eine abwechslungsreiche Ernährung gerade in den Herbst- und Wintermonaten sinnvoll ergänzen.
Eine Besonderheit des Sanddorns liegt in seinen Ölen. Dabei lohnt es sich, zwischen Fruchtfleischöl und Samenöl zu unterscheiden.
Das Sanddorn-Samenöl wird aus den kleinen Samen der Beeren gewonnen. Es enthält wertvolle ungesättigte Fettsäuren, darunter auch Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind Bestandteile der Ernährung und erfüllen wichtige Funktionen im menschlichen Körper.
Wichtig ist dabei: Die genannten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind beim Sanddorn insbesondere im Samenöl zu finden. Das macht das Samenöl zu einem besonders interessanten Bestandteil der Sanddornpflanze.
Sanddorn-Samenöl kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Innerlich kann es beispielsweise als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung verwendet werden. Äußerlich wird Sanddornöl traditionell zur Pflege der Haut eingesetzt.
Besonders interessant ist dabei sein Gehalt an ungesättigten Fettsäuren und weiteren natürlichen Pflanzenstoffen. Bei äußerlicher Anwendung kann Sanddornöl Bestandteil einer pflegenden Hautroutine sein – beispielsweise bei trockener oder beanspruchter Haut.
Wer Sanddorn-Samenöl innerlich verwenden möchte, sollte auf die Qualität und die vom Hersteller angegebene Verzehrempfehlung achten.
Sanddorn vereint einen außergewöhnlich hohen natürlichen Vitamin-C-Gehalt mit einer Vielzahl weiterer wertvoller Pflanzenstoffe. Die leuchtenden Beeren sind deshalb eine schöne Möglichkeit, die Ernährung im Herbst abwechslungsreicher zu gestalten.
Ob als kräftiger Muttersaft, wärmender Tee oder hochwertiges Samenöl: Sanddorn lässt sich auf unterschiedliche Weise genießen und nutzen.
Dabei gilt wie immer: Ein einzelnes Lebensmittel kann keine ausgewogene Ernährung ersetzen. Sanddorn kann jedoch einen wertvollen Beitrag zu einer abwechslungsreichen Ernährung leisten – gerade dann, wenn draußen die Temperaturen sinken und die Erkältungssaison beginnt.