Löwenzahnhonig selbst machen – der goldene Frühlingsgenuss

Mit einer kleinen Frühlingskur kannst du Körper und Seele verwöhnen – und deine Haut auf die neue Jahreszeit vorbereiten.

Zutaten (Für etwa 2–3 Gläser):

  • 200–300 frische Löwenzahnblüten (nur die gelben Blütenköpfe)
  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg Zucker
  • 1 Bio-Zitrone (in Scheiben)

Herstellung:

  1. Blüten vorbereiten:
    Entferne grobe Stiele und kleine Insekten. Nicht waschen, damit das Aroma erhalten bleibt.
  2. Auskochen:
    Gib die Blüten zusammen mit dem Wasser und den Zitronenscheiben in einen Topf.
    Kurz aufkochen lassen und dann etwa 15 Minuten leicht köcheln.
  3. Ziehen lassen:
    Den Sud vom Herd nehmen und abgedeckt 12–24 Stunden ziehen lassen.
  4. Abseihen:
    Durch ein feines Sieb oder Tuch abfiltern, sodass nur die Flüssigkeit übrig bleibt.
  5. Einkochen:
    Den Sud mit dem Zucker erneut aufkochen und dann bei mittlerer Hitze 1–2 Stunden einkochen lassen, bis eine honigartige Konsistenz entsteht.
    (Geduld lohnt sich hier!)
  6. Abfüllen:
    Heiß in sterilisierte Gläser füllen und gut verschließen.

Warum Löwenzahnhonig?

Löwenzahn ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch vielseitig verwendbar. Die Blüten haben ein feines, leicht karamelliges Aroma und lassen sich wunderbar zu einem streichzarten „Honig“ verarbeiten. Außerdem:

  • vegan und nachhaltig
  • regional und kostenlos (wenn du selbst sammelst)
  • frei von Zusatzstoffen

Positive Wirkung von Löwenzahn

Löwenzahn ist seit Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt und wird in der Naturheilkunde geschätzt. Auch im Löwenzahnhonig stecken einige dieser wertvollen Eigenschaften:

  • Verdauungsfördernd: Löwenzahn kann die Produktion von Gallenflüssigkeit anregen und so die Verdauung unterstützen.
  • Reich an Bitterstoffen: Diese können den Stoffwechsel ankurbeln und sich positiv auf Leber und Magen auswirken.
  • Vitaminreich: Enthält unter anderem Vitamin C sowie Mineralstoffe wie Kalium.
  • Sanft entgiftend: Wird traditionell zur Unterstützung von Entgiftungsprozessen im Körper eingesetzt.

Natürlich gilt: Löwenzahnhonig ist kein Medikament, sondern ein Genussmittel mit positiven Nebeneffekten.

Tipps & Variationen

  • Für eine besondere Note kannst du etwas Vanille oder Orange hinzufügen
  • Die Konsistenz wird beim Abkühlen noch fester – also nicht zu lange einkochen
  • Perfekt als Brotaufstrich, im Tee oder zum Süßen von Desserts

Sammel-Tipps

  • Sammle nur auf unbelasteten Wiesen (fern von Straßen oder gespritzten Feldern)
  • Am besten vormittags bei trockenem Wetter pflücken
  • Die Blüten möglichst frisch verarbeiten

Fazit

Löwenzahnhonig ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie viel Genuss direkt vor unserer Haustür wächst. Mit ein wenig Zeit und Geduld zauberst du dir ein Glas flüssigen Frühling, ganz ohne Bienen, aber mit genauso viel Liebe.

Viel Spaß beim Ausprobieren!🌼